Donnerstag, 23. September 2010

Die Krähe heut früh.

Die Krähe sitzet auf dem Mast.

Krächzt, dass unser Auge sie erfasst.

wie des Todes Lachen über die Lebenden,

klingt `s interessant.

Ihr nennt sie schaudernd Querulant,

Doch erzählt sie euch galant,

Was just sie am alten Schlachtfeld fand.



Ist sie nicht schön? Heitert sie euch nicht auf?

Freuet euch! Noch sitzt ihr oben auf!



Denn unser Mittler ist sie nicht.

Sie erzählt von der Leere

und was spricht

aus des toten Mannes grinsendem Gesicht.

Mag sein, sie lacht uns aus.

Weil wir immer weiter

durch die Irrungen des Diesseits wanken

und mit Wort und Tat

ihr immer neue Freunde sandten.



Krächzend erwartet uns ihre dunkle Wärme.

wenn wir einst den Kampf um das Leben verlieren,

sitzt sie tröstend und klagend auf unserem Stein,

um unser letzter, guter Freund zu sein.

von unserem Leben und Sterben erzählt sie in einem einzigen Schrei.

Auf dass niemand je vergessen sei.

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