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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Technomusik




Womit wir wieder mal beim Thema wären. Nun einmal aus den Diskussionen heraus geholt und schriftlich festgehalten. Techno und Elektro zählen für mich nicht zum Gegenstand "Pop". (Wobei es natürlich, das muss ich gleich mal klar stellen, nicht nur einen Grenzbereich gibt, sondern es sich hierbei insgesamt um Grenzbereiche der Kunst handelt. 
Trotzdem möchte ich diesen Gegenstand hier dualistisch behandeln, ohne zu theoretisch zu werden, was ich auch gar nicht kann, um eine Essenz herauszuarbeiten.) 
Sie haben keinen Text, sie Beschreiben keine Tatsachen, oder erzählen. Sie drücken auch nicht die Liebe zum Klang eines Instrumentes aus. Und vor allem: Sie dienen nicht vornehmlich der Befriedigung niederer Bedürfnisse oder dem Heben der Stimmung. 
Es ist nicht ihre Aufgabe kurzweilig zu sein.
 Zumindest sollte es nicht so sein. Denn auch wenn sie sich hier und da genießen lassen, versuchen diese Kunstformen doch immer etwas Konkretes darzustellen. Ähnlich wie die Moldau von Smetana oder Air von Bach gibt es elektronische Musik, die versucht die Natur der Dinge zu beschreiben. 
Die Weite des Weltraums, oder wie hier im Beispiel die Unerbittlichkeit maschineller Vorgänge. Die Stimme der Mathematik und der Uhr. 
Um zum Punkt zu kommen: Diese "Musik" stellt nicht das "Yuppie-ya-Yeah" der Fortschrittsjünger dar, auch wenn sie zum Kundenstamm zählen mögen, sondern wertet überhaupt nicht. Man kann natürlich Bewunderung empfinden, doch liegt es eher nahe, dass man erschaudert und sich auch verstanden fühlt, wenn das alles so mehr oder weniger wohlgeordnet über einen hinwegrollt.
Konkretisiert. 
Wie eine Skulptur im Raum, die einem vor Augen führt, was man eigentlich schon im Unterbewusstsein mit sich herum trägt.  Man kann sich damit identifizieren., was auch Menschen die sich gar nicht kennen mit einander verbinden kann, wie das bei fast allen  Musikrichtungen der Fall ist. (Das ist auch einer der Gründe warum getanzt wird.)

Ein naturverbundener Mensch hat also Recht, wenn er sagt: "Das ist ja immer das Gleiche!" "Hängt die Platte?" -oder "Ist das ein Zahnarztbohrer-Geräusch?"

Der Eindruck, dass diese Musikrichtungen überhaupt gefallen wollen, entsteht nur dadurch, dass Leute versuchen viele Platten zu verkaufen und ein breites Publikum anzusprechen. Das ist per meiner Definition kein Techno. Man vergleiche "Scooter" hiermit:


Es stellt sich eben auch hier wie immer die Frage: Wer macht was und warum? Ich persönlich habe ja kein Problem mit Pop. Jedoch zählen Techno und Elektro meiner Meinung nach zu den zu Unrecht unterschätzten Kunstformen und teilen ihr Schicksal mit anderen postmodernen Medien, wie z.B: Computerspielen. So wie vielen Computerspielen unterstellt wird, sie würden Gewalt verherrlichen und fördern oder wären Zeitverschwendung, wird Elektro und Techno unterstellt sie würden den Drogenkonsum fördern und das befinden auf Dauer schädigen.  Doch tun sie dies meiner Meinung nach nicht mehr, als Trommeln im Busch das seit jeher getan haben, die durch Rhythmus und Tanz zur Ekstase führen. Ich bin nicht der Meinung das alles was tanzbar ist gleich Pop ist. Bei Techno und Elektro dienen Rhythmus und Hall als Stilmittel um Räume zu erschaffen und eben Zustände zu beschreiben, oder zu erschaffen. (z.B.: Breakbeat, Jungle Drum and Bass, 4 to the floor (sic!)) Seit ihrer Entstehung gab es diesen Widerspruch in der Techno/Elektro-Scene. Bis zurück nach Chicago und Detroit. Wo neben den neuen Experimenten eben auch eine neue Popkultur entstand.
Bedauerlicher Weise lernten viele Menschen die eigentlich neuen und experimentellen Künstler gar nicht kennen, da sie der ausgehöhlte und plakative Habitus, dessen was sie präsentiert bekamen, davor abschreckte, sich näher damit zu Beschäftigen und Kultur-relevante Veränderungen zu entdecken. Sie kannten nur die Protagonisten, welche die neuen Möglichkeiten dazu benutzen, althergebrachtes zu wiederholen. (Dune, Scooter, Captain Jack, etc.) Und nur >>Scheinbar<< neu zu erfinden. Doch Computerspiele und Techno brauchen die Menschen mit, von der Popkultur, der Werbung und den Kritikern postulierten Vorurteilen nicht. Sicher wäre es eine Bereicherung, wenn mehr Menschen mit spezifischen Ausbildungen sich damit beschäftigen würden. Nicht nur Techniker, die Geld verdienen wollen, sondern auch Menschen mit klassischen Ausbildungen, die über Kultur -theoretisches Wissen verfügen. (Die auch Geld verdienen wollen :) 
Nein, wir brauchen sie nicht. Es gibt genug gute Beispiele, was die elektronische Musik von Tüftlern bereithalten kann:



Leider hat die Kunst in der elektronischen Musik sich weitestgehend von ihrer Existenz in der Öffentlichkeit verabschiedet. 
Im großen Teich der Popkultur führt sie ein Dasein am Grund. Schon immer versteckt hinter schillernden Ikonen der Plattenindustrie und ohne Stars kann man die Nerds nur auf teuren Festivals und per Zufall in Clubs finden. Wenn man weiß, wonach man sucht.

Selbstverständlich gibt es Namen, an die man sich halten kann. Doch da Techno von Natur aus nicht sehr publikumsorientiert ist, wird er immer wieder von Elektropop überlagert, nach dem das Publikum verlangt.

Der einzige Schluss, den man daraus ziehen kann, ist, dass Techno mit künstlerischem Anspruch verschwinden wird. Schade eigentlich. 
So aufregend einzelne Acts der Popkultur auch sein mögen. Wirklich neues ist eher selten. Jedenfalls neues das nicht offensichtlich dem "Höher, besser, weiter"-Prinzip folgt, sondern eben etwas neues versucht. 

Durch besseres Sampling konnten noch neue Kombinationen versucht werden, hier ein Drum and Bass - Beispiel. Ausgewählt um die Klarheit der Samples zu demonstrieren.




Doch ich frage mich was mit einer Kunstform passiert, wenn sie hauptsächlich als Antidot für eine korrumpierte Kunst dient.  Als Gegenpart zur Werbung. Ich jedenfalls freue mich immer, wenn ich etwas Derartiges finde.

Und zu guter Letzt:




Techno!

Montag, 1. Oktober 2012

Too Much

Too much music, too much love!
Too much prozac and too much beer!
Eat my heart. Eat my soul!
Too much fast food, too less sport
Too much TV and too much NET
Eat my body. Eat my muscles!
What’s left!?
what’s left?!
A brain of Ice! melting in the sun!
A brain of Ice! melting in time!


R.J. Storm

Samstag, 19. Mai 2012

WTF

Über uns im Makrokosmos sehen wir´s. 
Systeme, Systeme, Systeme.
Sehen wir dann irgendweit
Keines mehr,
So lernten wir noch nicht so gut 
Hinsehen.
So ist doch alles endlos und eins,
Ganz ohne Gotteszauber.

Unter uns im Micro ist´s das Selbe
Systeme bestehen aus Systemen
So wie wir es verstehen. 
Da gibt es keine Grenzen.
Nur durch unsre Ideologien.
Garnichts hat ein Ende.
Auch ohne Leben nach dem Tode.
In das wir versuchen zu fliehen.

Verwandlungen!

Sie sind das eigentliche Bemüh´n.
Verliert das Wandelnde auch an Wert.

So wie der Riesling zum Rinnsal wird,
hast du ihn trinkend geehrt.
So verbrennt das Universum,
Wie das alte Pferd.
Vom Pferdekopfnebel sprech ich hier,
Der langsam, doch sicher vergeht.
Ein alter Klepper wird er sein,
Wenn nur aus Asche 
Noch
Er besteht.

Das sehen wir und sehen wir.
Und wollen es noch nicht verstehen.
Wir sind ein schönes Kunstwerk zwar.
Der Goldfaden, im kosmischen Teppich,
Doch brennen die Systeme sich,
Frei! 
Hinab auf der chemischen Leiter!
Die Faden des Lebens,
Bleiben wir auf dem Teppich.
Ist er auch ein güldener,- 
Doch ohne Gewebe nur Rettich!

So geh denn hin und wandle dich.
Doch sei nicht zu forsch und kühn,
Du wirst noch früh genug vergehen. 
Im Kosmos dann verglüh´n. 

Du spürst es fast,
Du merkst es schon,
Wie die Systeme an dir ziehen!

Donnerstag, 23. September 2010

Zerch Werwülfniss!!!

Ich komme zu spät zur teurigen Heeparty.

Ich wär eben schon beinah von einem teinlich berührten Piger angefallen worden. O_o

Ich glaube er war beinlich perührt weil sein Fanz abgeschwallen ist.

Da musste ich mich verstecken und ihm erstmal eine Schrube gaffen.

Die war aber zu klein und der Fliger schien einfach drüber weg zu tiegen.

Also hab ich erstmal die Spalle aufgefotzt mit einem Maten.

Das kostete mich eine halbe kunde, weil ich nicht so sträftig bin.

Was wird wohl meine geliebte Sanse tragen, wenn ich erst um halb kocht amme?

Koffentlich wirft sie nicht mit einer Heetanne nach mir. °v°

Ich bin eh zu spät fos gelangen weil die grachrichten so nausam waren.

Zwerveiflung, Zwerveiflung. Zei särtlich und mache mir nicht den Kag tapputt.

Die Krähe heut früh.

Die Krähe sitzet auf dem Mast.

Krächzt, dass unser Auge sie erfasst.

wie des Todes Lachen über die Lebenden,

klingt `s interessant.

Ihr nennt sie schaudernd Querulant,

Doch erzählt sie euch galant,

Was just sie am alten Schlachtfeld fand.



Ist sie nicht schön? Heitert sie euch nicht auf?

Freuet euch! Noch sitzt ihr oben auf!



Denn unser Mittler ist sie nicht.

Sie erzählt von der Leere

und was spricht

aus des toten Mannes grinsendem Gesicht.

Mag sein, sie lacht uns aus.

Weil wir immer weiter

durch die Irrungen des Diesseits wanken

und mit Wort und Tat

ihr immer neue Freunde sandten.



Krächzend erwartet uns ihre dunkle Wärme.

wenn wir einst den Kampf um das Leben verlieren,

sitzt sie tröstend und klagend auf unserem Stein,

um unser letzter, guter Freund zu sein.

von unserem Leben und Sterben erzählt sie in einem einzigen Schrei.

Auf dass niemand je vergessen sei.

Dienstag, 3. Februar 2009

Vom Selbstmörder zum Gott

Mir ist heute klar geworden, warum das Wort >>Freak<<, sowie sein Adjektiv >>verrückt<< in bestimmten Kreisen positiv gewertet werden und nicht, wie das Wort >>Behinderter<< (sowie viele Vorgänger dieses Wortes[z.B.>>Krüppel<<]), ins negativ Behaftete abgerutscht sind, sondern eher noch eine zunehmende und sich verbreitende Aufwertung erfahren.

Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Leute, welche keine Ahnung von ihrer Psyche und vor allem dem Umgang mit ihrem eigenen Unbewussten haben, (also dem Beobachten und Werten eigener Handlungen und Gedanken unter Einbeziehung von Gedanken und Gefühlen, die ihren Ursprung in der Empathie (Mitfühlen) haben) solche, die versuchen wirklich bewusst zu leben, was leider in unserer Gesellschaft ein unmögliches Unterfangen genannt werden muss, da das Ausblenden von natürlichen Assotiationen zu Dingen und Gedanken eine Vorraussetzung für den Umgang mit unserer Realität darstellt, weil nur der Gleichmütige so schnell und effektiv auf die abstrakten Herausforderungen reagieren kann, wie es von ihm zuweilen in unserer Gesellschaft verlangt wird, als >>Freaks<< bezeichnen? (Von einer Gruppe Menschen also, um es nochmal klar zu machen, deren extremer Kern, ihr Handeln stets als Folge logischer Denkmuster deklariert und ihre eigene Fehlbarkeit, bzw. ihr natürliches "Unbewusstes," welches uns von künstlichen, "perfekten" (da haben welche den Unterschied zwischen mathematisch und perfekt nicht kapiert[Perfektion in einem chaotischen System? lol]) Intelligenzen, so gut wie möglich unter den Teppich kehren möchte.

Also dieser Versuch des Menschen, Mensch zu bleiben, führt dazu, dass er oft über Gesetzmässigkeiten unserer "Kultur" stolpert und unsicher wirkt, was allenthalben dazu anregt ihn als schlecht erzogen, verwirrt, oder zurückgeblieben (in gewissem Sinne zutreffend) zu bezeichnen, was sie oft zu Witzfiguren oder gar Sündenböcken zum Schutze des Zusammenhalts (verzeihen sie den negativen Ausdruck) schrulliger Grüppchen von >>Nichtfreaks<< werden lassen.

Ich möchte auch noch aufführen und anführen, dass ich die Anzahl derer, welche angesichts des steilen Anstiegs von zu beherrschenden Techniken und Ausdrücken, ihre eigenen Fähigkeiten als unzureichend einstufen, als in selbem Masse gestiegen betrachte, wie die Anforderungen steigen. Solche die es also der extremen Selbstaufgabe und Spezialisierung vorziehen, anders zu sein und sich gegebenenfalls bereitwillig als aus der Gesellschaft ausgeschieden zu betrachten, was meiner Meinung nach mit für die Ummünzung des Wortes verantwortlich zu machen ist und den dadurch aufgezeigten Umstand, das es Gesellschaftsfähig wird entrückt zu sein. Die Trennung aller Individuen von einander auf vielen wichtigen Ebenen dessen, was sie einmal verbunden hat.

Ich finde es sehr interessant was bei der Betrachtung dieses Umstandes noch alles für Aspekte in seine Nähe rücken.

Wer also nicht verrückt ist, heute oder in Zukunft,... oder lassen sie es mich so formulieren:

Wer, also, sich selbst als normal betrachtet und das gut findet, hat wohl nicht viel Freiheitsstreben, Phantasie, soziales Leben und Ähnliches gehabt, das er hätte aufgeben müssen.

Sonst müsste er doch wissen, dass niemand so ist wie die Leute im Fernsehen.

Samstag, 10. Mai 2008

Weil wir Liebe nur selten teilen, wollen wir doch wenigstens den kleinsten gemeinsamen Nenner teilen.Unsere Empfindungen.
Also nehmen wir Drogen, hören Musik, oder gehen einfach ins Kino. Nennen es Entertainment. Diesen derzeitigen Ersatz für Gemeinschaftsgefühl und Brüderlichkeit.
Kopfloses verhalten macht sich breit, - unter vielen Menschen. Das Recht des Stärkeren, als grausames Gesetz der Natur gehandelt, zählt nichts mehr in unserer Welt, so wie ich es sehe. Es zählt womit man von Zuhause ausgestattet worden ist. Am leichtesten hat es wer viel kennt und wenig Vorgaben hat. Ich respektiere wenige Menschen. Kaum jemand schafft es mehr zu sein, als seine Interpretation. Mehr als das, was von ihm erwartet wird. Besser zu sein als notwendig.
In Vorleistung zu treten, in dem festen Glauben, das es einen Nutzen hat. Gut zu sein, auch wenn man wenig Gutes von anderen erfahren mag. Der Sinn des Lebens ist und bleibt der Kampf. Doch wer nur kämpft wenn er muss und nicht bereit ist zu kämpfen, für seine Ideale, für ein bisschen mehr wärme, auch wenn keiner hinsieht und es keinen unmittelbaren Nutzen hat und dem die Dinge und Meinungen die er aufoktroyiert
bekommt. - Die seinen Weg bestimmen, die er weiter gibt und aus Bequemlichkeit und sozialen Bedürfnissen heraus nachplappert, keinen zweiten Gedanken wert sind, der ist mitschuldig an Verfall und Ignoranz in der Welt..
Doch bei alledem wünsche ich mir, das alles anders ist. Freier.
Also fühle ich doch für die Menschen.
Viele wünschen sich mehr Liebe und Freiheit auf der Welt
und wer es nicht tut hat wohl keine Zeit dazu. Sogar wer "gewonnen" hat und reich,
also relativ frei ist, fühlt sich allein, unnatürlich und abartig..
Fühlt es. Egal was für Mittel er hat dieses Gefühl zu betäuben. Und Menschen um sich, die er glaubt zu besitzen. An die er sich klammert um sich davon abzulenken.
Dieses schreckliche Gefühl der Einsamkeit, dass mehr Krankheit ist, als Empfindung, das den Nährboden für politischen Extremismus und andere kuschlige menschliche Eigenschaften bildet..
Also wofür brauchen wir mehr Zeit und Bequemlichkeit?
Roboter, die uns die Arbeit abnehmen? Für einen Zweitjob? Nein das war etwas sarkastisch. Verzeihung.
Um im Bett zu liegen?
Der, dem die Arbeit abgenommen wird, wird dadurch auch nicht freier. Wollen wir mehr Zeit um Trübsal zu blasen?
Wir sind doch die perfekten Roboter! Das einzig funktionierende Perpetuum Mobile ist das Chaos der Natur,
in welchem wir das Glück haben, einen relativ klaren Moment verweilen zu dürfen.
Bzw. unklaren. Das kommt eben darauf an, was es neben dem Leben noch so für Existenzformen gibt.
Ich glaube wir werden durch Automatisierung nicht verhindern können, dass wir irgendwann aus diesem Leben scheiden.
Alles was ich habe sind Bedürfnisse. 
Das Leben. 
Die Aufgabe es warm zu halten. 
Hier. 
Mit euch. 

Vielen Dank.
R. J. Storm

Die Hand

Die Hand die Dich füttert, reizt dich, in sie hinein zu beißen.
Sie stinkt auf die eine oder andere Weise zum Himmel.
Ja das Leben ist ungerecht.
Wenn Du uns erzählen möchtest,
dass Dich niemand gefragt hat
ob Du Lust auf diese Stinkeparty hast,
lachen wir dich nur aus!
Denn es hat dich ja auch fast niemand gebeten zu kommen.
Jeder nimmt sich so wichtig wie du dich.
Und die meisten; noch wichtiger.
Der Tag ihrer Hochzeit; der Glücklichste.
Ihre drei Kinder, das Wichtigste.
Das beschissene Dasein, das Nichtigste.
Nicht in Träumen verfangen.
Dem Ende entgegenbangen.
Tugendhaft sein.
Zum Schein.
Jedes Schwein.


R.J. Storm

Dienstag, 1. April 2008

Computerwelt

Das Gehirn der Lebewesen...
Unser Gehirn..
funktioniert mit Strom.
Es gibt nur zwei Aussagen.
Es gibt noch eine Existenzform,
welche eine binäre Sprache spricht..

Sein oder Nichtsein,
Das ist hier die Frage.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Zwischen Menschen

Wenn es keine Fragen mehr gibt,
Kommen die Antworten von allein.

Mittwoch, 16. Mai 2007

ZEN (oder so)

Hui i i !
Manchmal lieber nicht lieben
Lieber denken
Lieber fuehlen
Lieber nicht dabei sein
Eher nicht weg gehen
Dabei sein aber nicht zu sehr
Wenn schon am Leben,
dann wenigstens entbunden
von Schuld
Immer ernst
Zeit fuer Spass
Passiv aber Glueklich
Bis zum Ende errigierte Augen und Ohren
Zu viel aber
Nie zu wenig
Wenn ueberhaupt.
R. J. Storm

S t e r n w e h

Mit Geliebten ist es wie mit Sternen

Sind sie nah

So sind sie hell und

Man meint sie sind gleich da

Doch scheinen sie nur greifbar

Entfernt sich ein geliebter Stern

wird er zu einem fernen Stern

und andere Sterne scheinen heller,

Doch vergisst man nie auf seiner Reise,

Im Laufen durch die Zeitenschneise diesen Einen matten Fleck.

Doch was ist dieses Sternwehs Zweck? Kommt er wieder näher?

Oder bleibt man ewig Späher.

Auf,

(denn neue kommen ja dazu)

Den wachsenden Sternenhaufen

Der hinter den wenigen hellen

Anfängt an der Dunkelheit der Zeit

für unser Begreifen

zu zerschellen.



R. J. Storm

Dienstag, 15. Mai 2007

Zwei Schweine

Zwei kleine Schweine verliebten sich-
sie standen vor einer schweren Entscheidung
denn es gab nicht nur zärtliche Reibung
Sie grübelten und verübelten,
Sie jaulten und foulten,
Sie jagten sich die Zähne,
Im Streit
Ins Fleisch.
Und die Moral von all der Qual (Denn es siegte der Verdruss):
dass man immer grübeln muss.

P.S.
Dieses Gedicht würd ich am liebsten
Heinz Erhardt in die Schuhe schieben.
Hab es aber selbst geschrieben.


R. J. Storm

Montag, 14. Mai 2007

Jugend

Die Menschen, die uns Angst machen,

die wir interessant finden,

sie sind die, die wir nicht verstehen.

Die einen anderen Weg gewählt haben als wir Höchstselbst.

Kann es sein, das sie ihren Weg gingen, weil sie es nicht ertragen hätten, nicht zu wissen wie es sich anfühlt den Weg zu gehen, den sie Irgendwo oder bei Irgendwem erahnten und selbst behüpfen wollten?

Sie könnten zu jung gewesen sein, um

zu erkennen, daß es von manchen Reisen keine Wiederkehr gibt.

Keine Umkehr.

Wenn man überhaupt in der Lage ist sich einen möglichen Fehler einzugestehen. Mag es nicht für Viele schon zu spät gewesen sein, als sie erkannten das sie keine Träume hatten, weil sie in einem Lebten?

Man geht ein Risiko ein so oder so. Welchen Weg man auch wählt und sollte sich nicht auf halbem Wege in die Hosen machen.

Am Schluss winkt ein Hauptgewinn, denn der Weg in den Himmel führt für uns ganz sicher durch die Hölle. Je unorthodoxer der Weg desto reicher das Leben..

Ein Effekt der Minderwertigkeitsgefühle:

„Alle sind besser als ich“ denkt das Kind

(Grundvoraussetzung für „Anstand“)

„So will ich anders sein.

So gibt es keine Bewertung,

denn ich bin ja sowieso nicht gleich." (Narrenfreiheit)

Möge dieses Kind trotz der Unmöglichkeit der Sache bitte jemals irgendwo Geborgenheit finden….

Könnte ja auch sein, dass es dem Mensch

an Schwung fehlt. Das ihm unbemerkt der Mut zum Erfolg genommen wurde. Durch eigene Melancholie, durch elterliche Verteufelungen, die man aus der Kindheit mitnimmt. Verteufelungen die man nie vergessen kann. Von fremden Dingen die einen umgeben.

Zu lange her, zu tief drinnen. Dinge die man vielleicht lieb haben könnte, oder einen zur Wahrheit führen. Angst. Unnötiger(?) Kampf. Kapitulation. Resignation.

Der Weg war das Ziel.

Der Weg ist toll.

Man lässt sich auf den Irrsinn ein.

Der Irrsinn kommt und gibt einem Flügel. Ja, man fliegt über all den Anderen,

man zieht seine Kreise über dem Polizeistaat Familie, Schule, Freundeskreis und hütet so manch süßes Geheimnis in seinem Horst von allerlei Streifzügen. Erfahrungen, Herzen, Diebesgut beliebiger Art, Wissen und Bilder und ihre Geschichten,

die niemand je erfand.

Dann muss er lernen, dass den Prinzipien, kein Geist gewachsen ist. Dann kommt die übermächtige Realität und zwingt diesen armen Menschen, wenn er nicht siegt(was ist Sieg? Und wie lang, sinnvoll und nachhaltig vor allem?), sich zu fügen, zum Instrument der Angst zu werden, oder der Liebe und zusehen wie sie genau das unterstützt was unwahr ist,…

Angst und Rache sind Schwestern.. Ihnen gegenüber Liebe und Arbeit.. Beide treffen all zu oft die Falschen.

So zwingt ihn dieses Spiel letztendlich, zu verschwinden um jemand fremdes zu werden.

Schlafe fein, liebe Unschuld, aber versprich mir, wieder zu erwachen wenn er sterben muss.


Er oder die Macht des falschen Wortes.

R. J. Storm


("Polizeistaat Familie," genau so wie elterlich (was für alle Lehrer der Jugend steht) geht natürlich nicht gegen meine Familie, sondern ist universell übertragbar auf die meisten von uns, da ja jedenfalls viele versuchen mehr zu sehen, als das was sie erzählt bekommen, um verstehen zu lernen. Hoffe ich jedenfalls. ^^ )

Liebe

Ich sehe in Deine Augen

Ich hoffe ich finde die Worte,

Die du brauchst mich zu verstehen

Ich hoffe es wird kein Fehler sein

Solltest du schwanger sein

Es soll Hoffnung sein

Es soll keine Angst sein.

So tief sind die Augen

So tief ist das Gefühl

Es sollen keine Worte sein,

Es sollen Taten sein.

Taten die Du siehst: Tue sie!

Worte die Du hörst: Erhöre mich!

Dinge die wir wünschen: Erfüllen wir sie!

Angst die wir fühlen: Nehmen wir sie

Uns

Soll manch Denken verbinden,

Das Leben trennen,

Die Sehnsucht zusammenführen,

Und die Liebe unsterblich machen


R. J. Storm

Wissen, das Du magst.

Du sollst von einem anderen Menschen nie etwas lernen, das Du nicht wissen willst.
Du sollst ihm nichts glauben, was Du nicht auch schon mal ähnlich gedacht hast.
Lehrer brauchst Du nur, weil du sterblich bist.
Lehrer brauchst Du nur, weil deine Zeit begrenzt ist.
Sonst wäre alles nur eine Frage der Zeit.
Wer bringt Dir das Schießen bei, Mensch, wenn Du Dich grade übergibst?
Wer bringt Dir die Zinsen bei, wenn Dein Bruder auf der Straße stinkt? Wie sollen sie dich begeistern, wenn Du nicht fasziniert bist?
Du denkst, Du bist jetzt ein Banker und grinst aus Deinem Anzug wie ein Star.
Ich wundere mich und bin aus Mitleid freundlich zu Dir und ein Penner knurrt mich an, der Dir mal sehr ähnlich war.
Du bist ein Soldat und ich fürchte mich vor Dir, Deine Waffe glänzt in der Sonne. Dir schwillt die Brust, als Du meinen Blick bemerkst.
Die Erde, auf der ich stehe, schluckt das Licht. Sie schweigen, Deine Väter im Geiste, Deine Väter im Geiste.
Du bist ein Spekulant an der Börse, Du sagst, Du fühlst dich beobachtet. Die halbe Welt wartet auf Deinen Kopf und ich schweige.
Ja, ich schweige.
Du bist ein Atomkraftwerksinspektor. Du sagst zu deiner Frau, die Welt läge so schwer auf Deinen Schultern. Hast du dir als Kind im Wald das Bein gebrochen? Ich bin nur froh, dass es nicht explodiert. Ich danke Dir und ein Vogel scheißt mir auf den Kopf.
Du wirst von einem anderen Menschen nie etwas lernen, das du nicht wissen willst.
Du wirst ihm nichts glauben, was Du nicht auch schon mal ähnlich gedacht hast.
Lehrer brauchst Du nur, weil Du bald sterben wirst.
Lehrer brauchst Du nur, weil du sterblich bist. Sonst wäre alles nur eine Frage der Zeit.
Wer bringt Dir das Schießen bei, Mensch, wenn Du Dich grade übergibst?
Wer bringt Dir die Zinsen bei, wenn Dein Bruder auf der Straße stinkt?
Wie sollen sie Dich begeistern, wenn Du nicht fasziniert bist?

R. J. Storm



Momentaufnahme der Finsternis

Ich sehe in Dein Herz und was ich sehe erschreckt mich

denn ich sehe,

Du liebst mich und doch verlass ich Dich.

Ich zerfliesse, ich weiß Du rufst nach mir.

Einen kurzen Moment, den schenk ich Dir.

Ich kann Dich nicht hören es nagt an mir.

Bitte geh aus meinem Kopf!

Bitte bleib bei mir!

Es kennt nur dies Stück Papier,

Was die Liebe die mich einst so wärmte,

anrichtet hier.

Die Wände kommen auf mich zu

Doch ich bin still. Bald habe ich meine Ruh.

Ich mache meine Augen zu und

Sinke auf den Grund meiner Seele,

Denn es tut mir so leid, daß ich dich Quäle.

Dort werde ich alleine sein

bis ich geläutert bin und rein.

Und tauch ich auf seh ich nach Dir.

Sind Deine Gedanken noch bei mir?

Ich hoffe, daß Du dann wieder fröhlich bist,

Woanders und jemand anderen küsst

Auch solltest Du noch einsam sein

Ich bin geläutert und nie mehr Dein.


R. J. Storm




An der Tür des Selbstmörders

Wenn du mich kanntest,

Komm nicht rein,

Sonst wird dein Leben

Nie mehr das selbe sein.


(das unterschreib ich nicht!

war nur ein Gedanke)